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Warum hat die Quarantäne dazu geführt, dass Online Spiele immer größere Anhängerschaft erobern?

Warum hat die Quarantäne dazu geführt, dass Online Spiele immer größere Anhängerschaft erobern?

Das Jahr 2021 hat starke Veränderung für unser Leben gebracht. Vielen unserer geliebten Tätigkeiten und Hobbys können wir aktuell nicht mehr nachgehen. Alles, was man zu Hause machen kann, boomt. Was liegt näher, als in der Quarantäne in eine virtuelle Welt auszuweichen. Kein Wunder also, dass Online Spiele im Jahre 2021 mehr Zuwachs haben denn je zuvor. Die Spielehersteller und Plattform-Provider tun alles dafür, um möglichst viele Kunden anzulocken. Dazu lassen sich immer neue Marketing-Konzepte einfallen. Eines der seit Jahren größten Online Games, GTA Online, bietet regelmäßige Bonusaktionen an, wo Gamer doppelte und dreifache GTA-Dollar bekommen. Dazu werden an jedem Tag andere Sonderspiele gestartet. Es werden Extra-Challenges entwickelt, die in der riesigen Online Welt für möglichst viel Abwechslung und Action sorgen. So gibt es jeden Tag aufs Neue einen Grund, sich einzuloggen.

Die Branche lässt die Spieler an den Gewinnen teilhaben – und die Spieler feiern es
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Ähnlich verhält es sich bei den iGames, also den Casino Slots. Auch hier stellen die Anbieter derzeit unglaubliche Bonusaktionen zur Verfügung, die die Herzen der Gamer höherschlagen lassen. Durch die Pandemie verdient die Branche viel Geld und die Casinos lassen Ihre Kunden an den Gewinnen teilhaben – und spendieren Freispiele, Echtgeld-Startguthaben oder verdoppeln einmal eben die Ersteinzahlung. Das feiern die Gamer natürlich und es gibt förmlich einen Run auf das Casino mit Bonus. Ähnlich ist der Run der Video Gamer auf virtuelle Sonderangebote, Bonusfunktionen, Extras und Specials, die man sonst nirgendwo kriegt. Auch wenn diese digitalen Güter keinen realen Wert haben, so sind sie hoch begehrt.

Volle Server, als volle Spielwelten, sind bei solchen Games natürlich essenziell für die Studios. Man muss im Gespräch bleiben, denn die Konkurrenz schläft nicht und der nächste Blockbuster steht schon in den Startlöchern, um einem die Kunden abzujagen. Da kamen Lockdown und Quarantäne wie ein Geschenk des Himmels für die Studios. Gerade auch für die kostenlosen Browsergames. Von Monat zu Monat strömten mehr Spieler in ihre Online Welten.

Ein Stück Normalität in der Quarantäne: Online Spielwelten

Online Spielwelten sind während Corona ein echter Segen. Gerade für Singles bieten sie eine sichere Möglichkeit, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten. Im Gegensatz zum Telefonieren oder Video Call bieten sie darüber hinaus auch die Möglichkeit, etwas zu erleben. Hier wird also neben dem Bedürfnis nach einem Gespräch auch der Drang nach Bewegung und Erlebnis befriedigt.

Die Zeit vergeht gefühlt deutlich schneller, wenn man spielt. Die meisten Menschen empfinden die Pandemie als ein endloses Warten auf das Ende und die Rückkehr zur Normalität. Wohl niemand hat damit gerechnet, wie lange es dauert. Jeder, der einmal die Erfahrung gemacht hat, wie schnell die Zeit beim Online Gaming vergeht, empfindet dies als ein prägendes Erlebnis. Eine Art Aha-Moment. Sie wissen nun endlich, wie sie die Zeit verfliegen lassen können.

Gleichzeitig erlebt man zum ersten Mal (wenn auch nur virtuell) wieder Dinge, die man seit Monaten nicht mehr erlebt hat: Ein Spaziergang am Strand, baden gehen, eine Party, ein Urlaub usw. Viele neue Spieler schildern, dass sie erstaunt darüber waren, wie toll es sich für sie angefühlt hat, diese Sachen online zu tun. Ähnliches beschreiben Fernsehzuschauer, die erste Bilder aus Ländern wie China oder Israel sehen, wo Menschen wieder Partys feiern können.

Realer als gedacht – Auch ein virtueller Urlaub in einem Game bietet viel Erholung

Die Online Erlebnisse berühren die Menschen also wirklich emotional auf eine sehr positive Weise. Kein Wunder, dass sich immer mehr Menschen während der Quarantäne online „ansiedeln“. Wer mehr den persönlichen Kontakt sucht, stolpert früher oder später über digitale Gesellschaftsspiele. Hier werden Spieleklassiker wie Monopoly, Mensch ärgere dich nicht oder die Siedler von Catan online spielbar. Gleichzeitig ist man per Video Chat mit den Mitspielern in Kontakt. So kann man die lieb gewonnene Gewohnheit, in geselliger Runde mit Freunden eine gute Zeit zu verbringen, auch in der Corona-Zeit ausleben.

Depressionen können in der Quarantäne schnell entstehen – Online Games steuern gegen

Depressionen entstehen oft durch soziale Isolation und Einsamkeit. Ist man den ganzen Tag für sich alleine, kann aus besorgten Gedanken und Ängsten schnell eine Abwärtsspirale entstehen. Wenn dann keine Ablenkung durch andere Menschen kommt, die einem vielleicht auch mal eine andere und optimistischere Sichtweise nahebringen, kann aus negativen und sorgenvollen Gedanken, in Kombination mit Absonderung, schnell eine Depression werden. Glücklicherweise sind sich die meisten Menschen dieser Gefahr bewusst.

Online Spiele bieten den idealen Ausweg in der Quarantäne. Dabei ist es zweitrangig, ob man mit anderen Spielern auch Gespräche führt oder ob man die Anwesenheit der Mitspieler nur in Form von Spielcharakteren oder anders spürt. Ebenfalls ist es egal, ob es sich dabei im Spiel um Verbündete oder Gegner handelt. Selbst bei Autorennspielen, wo man gar keine Personen sieht, stellt sich dieser Effekt ein. Zu wissen, in den Autos „sitzt“ ein Mitspieler, reicht. Was dahinter steckt, ist das gleiche Prinzip, wie dass Menschen sich nicht mehr einsam fühlen, wenn sie wissen, dass jemand im Nebenzimmer ist. Auch wenn sie die Person weder hören noch sehen. Selbst wenn sie nur denken, dass jemand in derselben Wohnung im Nebenzimmer ist, fühlen Sie sich nicht mehr einsam. Tests zeigten, dass es dabei egal ist, ob wirklich jemand da war.

Anders ist es mit der Nachbarwohnung. Selbst wenn dort eine Person wirklich nur drei Meter Luftlinie von den Probanden entfernt war, empfanden sie Einsamkeit. Es geht also dabei immer um eine gefühlte Interaktion, die Einsamkeit verjagt. Dafür eignen sich Online Spiele hervorragend. Die reine Anwesenheit von einer virtuellen Person, selbst wenn sie für uns unsichtbar in einem Panzer sitzt, nimmt uns die Einsamkeit.

Auch Senioren entdecken die Vorzüge des Online Spielens – und werden virtuell wieder mobil

Durch die Quarantäne sind deshalb auch viele Menschen zum Gaming im Netz gekommen, die vorher noch gar keine Erfahrung mit Online Spielen hatten. Besonders ältere Menschen und Senioren machen durch die Quarantäne ihre ersten Erfahrungen mit Online Spielen. Teilweise wird es von Ärzten oder Betreuern sogar angeraten, online zu spielen. Sofern die Games eine soziale Komponente haben, eignen sie sich hervorragend, um quarantänebedingte Vereinsamung vorzubeugen. Hochrisikogruppen konnte so vor der Impfungswelle eine Alternative zu den Familien- und Betreuerbesuchen geboten werden. Bevorzugt werden Knobel- und Kartenspiel gespielt, welche die Senioren schon kennen. Doch immer mehr von ihnen zeigen sich auch offen für Neues, solange es ruhige Spiele sind.

Sozialisierende Online Spiele könnten Kinder vor Entwicklungsdefiziten in der Quarantäne schützen

Das Einzige, was eigentlich noch fehlt, wären Lernspiele für Kinder. Wenn die Möglichkeit geboten wäre, mit Online Spielen gleichzeitig schulische Inhalte zu lernen, würde vielen der virtuelle Unterricht leichter fallen. Und die Probleme durch ausfallende Unterrichtsstunden würden abgefangen werden. Auch Verhaltensweisen könnten als soziale Komponente in Spielen mit einem Avatar erlernt und gefestigt werden. Denn es gibt schon einige Studien, die den Schluss nahelegen, dass Spiele mit einem sozialen Schwerpunkt den Kindern Mitgefühl, Moral, Gerechtigkeitsempfinden und andere Kompetenzen sehr gut vermitteln können.

Je nachdem, wie lange der Lockdown und die Pandemie noch dauern, werden solche Konzepte vielleicht online gehen. In jedem Fall kann man festhalten, dass viele Menschen durch Online Games sich selbst vor Vereinsamung und Depression geschützt haben. Anstatt das zähe Verfließen der Zeit durch Warten zu erleben, verlegten sie ihr Leben in die virtuelle Welt und konnten so einen gefühlt gleichbleibenden Zeitrhythmus aufrechterhalten. Interessant wird es sein, zu sehen, wie die Entwicklung nach dem Ende der Pandemie weitergeht. Wie viel Zeit werden die Leute dann immer noch online verbringen? Die Zukunft wird es zeigen.

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