Radico Organic Hair Colour in der Farbe Strawberry Blonde – Pflege und Grauhaarabdeckung

Ich färbe mir schon seit vielen Jahren die Haare und denn ich habe von Natur aus Straßenköterblonde Haare und mag diese Farbe gar nicht. Für mich ist dies nichts Halbes und nichts Ganzes, weder blond, noch braun. Und da ich mittlerweile eher auf Naturprodukte setze, habe ich mich gleich für die Radico Organic Hair Colour beworben. Ich bekam zum Testen die Farbe Strawberry Blonde bzw. Erdbeer Blond von „Amarantus-Lounge„. Ausgeschrieben wurde der Test über die BeautyTesterin.

Über die Radico Organic Hair Colour  und die Farbe Strawberry Blonde:

Die Farben der Radico Organic Hair Colour Serie sind organische Haarfärbemittel welche strahlende Farben mit der Kraft der Natur schenken sollen. Die Serie enthält nur rein natürliche Inhaltsstoffe, Henna und Kräuter und keine synthetischen Stoffe und auch kein Wasserstoffperoxid, Ammoniak und keine Parabene. Somit kann es auch von Menschen genutzt werden, die sensibel und allergisch auf Chemikalien reagieren. Die Farben sollen graue Haare überdecken, das Haar auf natürliche Weise pflegen und für einen natürlichen Schimmer sorgen. Sie Serie beinhaltet acht Farbnuancen: Soft Black, Dark Brown, Brown, Copper Brown, Golden Blonde, Strawberry Blonde, Mahagany, Wine Red, Auburn Red und Burgundy. Die Farben kosten jeweils 10,95 € und die Wirkung hält etwa 4 Wochen, abhängig von der Haarlänge und -beschaffenheit.

Die Farbe Strawberry Blonde soll graue Haare abdecken und für ein strahlendes Blond mit einem leichten, rötlichen Schimmer sorgen. In dieser Farbe sind diese Inhaltsstoffe enthalten: Henna* (Lawsonia Inermis), Amla* (Emblica Officinalis), Bhringraj* (Eclipta Alba), Colourless Henna* (Cassia Obovata), Methi (Trigonella Foenum-graecum), Hibiscus (Hibiscus Rosa Sinensis). Das Öl, der duftenden Henna Pflanze enthält unter anderem Tannin, welches die Haaroberfläche glätten soll und leichte Strukturschäden ausgleichen soll. Es soll für eine ausdrucksstarke, lebendige Farbe sorgen und eine nachhaltig Pflege. Die Hibiskus Blüte gilt als besonders entzündungshemmend und soll trockenen und rissigen „Problemzonen“ helfen.
Sollte man nach dem ersten Färben nicht das gewünschte Ergebnis erzielen, sollte man die Anwendung noch zwei- bis dreimal wiederholen.

Unser Produkttest:

Eigentlich wollte ich die Farbe testen, bekam dann jedoch Angst meine Haare könnten zu rot-orange werden, durch das beinhaltete Henna, also musste meine Mutter testen. Sie hat sich früher oft die Haare mit Henna gefärbt, wollte nun jedoch weg von den rötlichen Tönen. Doch ich konnte sie überreden zu testen, mit der Begründung, wir bräuchten unbedingt jemanden der die versprochene Grauhaarabdeckung testet. Doch bevor ihr das Ergebnis seht kommen wir erst zu der Anwendung.

Das Anmischen der Farbe:

Das Anrühren der Farbe war kein Problem. Es wurde exakt beschrieben was ich brauche und wie ich vorzugehen habe. In der Packung befanden sich eine Anleitung, ein Paar Handschuhe, eine Plastikhaube, ein Pinsel und die Packung mit Farbe in Pulverform. Je nachdem ob man kurzes, mittellanges oder langes Haar hat braucht man mehr oder weniger Pulver. Meine Mutter hat schulterlanges Haar, wofür 40 bis 60 g empfohlen wurden. Ich miste es in einer Schüssel ab und gab wie beschrieben die dreifache Menge warmes Wasser dazu. Also 1 Teil Bio-Haarfarbe und 3 Teile warmes Wasser. Ich musste sehr vorsichtig umrühren, da das Pulver ziemlich staubt, der Duft ist dazu sehr natürlich, mich erinnert er an Schlamm mit Kräutern. Da ich den Duft jedoch noch aus meiner Kindheit kenne, störte mich dieser gar nicht. Die Konsistenz sollt Joghurtähnlich werden. Dafür musste ich dann noch knapp 50 g Wasser hinzugeben. Es entstand eine dunkelgrüne Masse.
Alles in allem finde ich das Anmischen sehr einfach und auch schnell. Jedoch sollte man sich schon etwas mit der Farbe auskennen, da man sich damit sonst 1tens total vollstaubt, 2tens die Konsistent zu dick werden könnte (da die Angabe in der Anleitung meiner Meinung nach viel zu wenig angibt) und man 3tens merkt, man braucht eine Küchenwaage und hat keine. Dies macht jedoch schon die größten Unterschiede beim Anrühren, zu herkömmlichen Farben aus dem Supermarkt, aus.

Die Anwendung:

Das Auftragen der Farbe war für meine Mutter nichts Neues, da sie sich, seit ich denken kann ihre Haare selber färbt. Sie musste die Paste auftragen und dann direkt von der Wurzel bis in die Spitzen gleichmäßig auftragen. Dann musste sie ihre Haare mit der Haube abdecken und die Farbe 45 bis 60 Minuten einwirken lassen. Für ein intensiveres Ergebnis hätte sie diese auch 2 bis 3 Stunden einwirken lassen können. Anschließend spülte sie die Farbe unter fließendem Wasser aus, bis dies klar wurde. Shampoo brauchte sie dafür nicht. Dies klappte auch problemlos, auch wenn es eine matschige Angelegenheit wurde.

Das (Farb-)ergebnis:

Nach dem Waschen wirkten die Haare meiner Mutter trocken und spröde, weshalb ich ihr erst einmal mein Rausch Feuchtigkeitsspray gab, auch Naturkosmetik wohlgemerkt. 🙂
Was das Farbergebnis angeht sind wir leider absolut enttäuscht. Hier seht ihr den Vorher-Nachher-Vergleich.

Vorher:

Nachher: 

Die Haare meiner Mutter wurden tatsächlich etwas heller, da sie vorher ein dunkleres braun hat und auch die Grauhaarabdeckung war wirklich sehr gut. Sie hatte danach keine grauen Haare mehr, aber anstatt Erdbeer Blond zu werden, wurden diese orange. Dazu hatte meine Mutter keinen einheitlichen Farbton, sondern ein fleckiges Ergebnis und nun verschiedene Farbnuancen auf dem Kopf. Und immerhin nutzt man solche Farben, die eine super Grauabdeckung haben, um schnell die Ansätze oder grauen Strähnen zu verstecken. Da bringt es gar nichts, wenn die grauen Strähnen nachher nicht mehr grau sind, dann aber im Vergleich zu den anderen Haaren viel heller sind. Leider ist diese Farbe daher komplett bei uns durchgefallen. Da kann auch der Naturfaktor, das einfache Anmischen und die simple Anwendung nichts dran ändern. Dazu ist zu sagen, dass der Duft auch nach dm Färben noch einige Tage im Haar bleibt, weshalb man diesen schon mögen sollte oder zumindest neutral finden sollte.

Unser Fazit:

Die Farbe an sich kann die Haare tatsächlich heller machen, wenn man dunkleres Haar hat und auch die grauen Haare werden komplett gefärbt. Aber leider werden die grauen Haare viel heller, als die anderen Haare. Durch dieses nicht einheitliche Ergebnis können wir die Farbe daher nicht weiterempfehlen, wenn das Ziel Grauhaarabdeckung ist. Hat man eine Ausgangsfarbe und möchte keine von diesen Chemiekeulen nutzen, sollte man diese Farbe(n) trotzdem ausprobieren, denn an sich finde ich die Idee gut, eine Haarfarbe auf Naturbasis zu verkaufen.

Vielen Dank an das Team von Beautytesterin und Amarantus-Lounge  für diesen “färbenden” Test.

Bildrechte: Mirellas Testparadies

Dies ist ein Beitrag mit Produktsponsoring! Dennoch gibt er meine unverfälschte Meinung wieder!

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