Flip Flops: Bequem reicht nicht. Der Test.

Endlich ist es soweit: Der Sommer ist da und damit auch die See- und Freibadsaison offiziell eröffnet. Nun ist es also höchste Zeit, Ausschau nach trendigen Flip Flops zu halten, denn kaum ein anderer Schuh erweist sich an warmen Sommertagen als praktischer.

ÖKO-Test hat passend zu der warmen Jahreszeit die beliebten Freizeitschuhe auf die Probe gestellt. Zwei Modelle konnten dabei klar überzeugen, allerdings sind mehr als 50 Prozent der getesteten Flip Flops gnadenlos mit der Note „ungenügend“ durchgefallen.

Überraschend ist, dass es sich bei den Testsiegern um die günstigsten Flip Flops-Exemplare handelt. Ein neuartiger Flip Flop, der nicht Gegenstand des Tests war, aber durch seine außergewöhnliche Sohle auffällt, die einen besonders hohen Komfort verspricht, wird von Mooloolabas angeboten.

Günstig bedeutet keine mindere Qualität

Diejenigen, die sich einen Schuh wünschen, der frei von Schadstoffen ist, sollten nicht auf einen hohen Preis vertrauen. Die Paare, die im Test die Bestnote „sehr gut“ erreicht haben, kosten nämlich weniger als fünf Euro.

Auch, wenn ein unangenehmer Geruch des Schuhs nicht zwangsläufig ein Hinweis auf eine hohe Belastung mit Schadstoffen ist, sollten Schuhe mit beißenden Gerüchen im Zweifel doch lieber im Regal stehen gelassen werden.

Auch bei den sommerlichen Flip Flops kommt es übrigens auf die passende Größe an. Die Ferse und die Zehen sollten nicht über den Schuhrand herausragen und auch einschneidende Riemen mindern den Tragekomfort erheblich. Mit der falschen Größe ist der Fuß nicht in der Lage, korrekt und natürlich abzurollen, wodurch die Füße schnell beginnen zu schmerzen.

Flip Flops im Test

Heutzutage sind Flip Flops aus nahezu keiner Garderobe mehr wegzudenken. Die Schuhe sind nicht nur sehr praktisch, sondern sollen natürlich auch durch ihre Optik und den Tragekomfort überzeugen. Auf Schadstoffe können die Flip Flops dagegen gut und gerne verzichten, allerdings ist dies wohl nicht allen Herstellern bewusst.

Im Test mit 25 Paaren Flip Flops hat sich gezeigt, dass nur zwei mit der Note „sehr gut“ ausgezeichnet werden konnten. Die Note „gut“ erhielten drei Paare und das Mittelfeld wurde durch neun Flip Flop-Paare gebildet. Mit den Noten „mangelhaft“ und „ungenügend“ wurden dagegen ganze elf Paar der Schuhe ausgezeichnet – wegen der hohen Belastung an Schadstoffen, welche die Modelle aufwiesen.

Welche Schadstoffe finden sich in den Flip Flops?

Ein unangenehmer Geruch des Schuhs ist ein erster Hinweis darauf, dass eventuell PAK, also polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, in ihnen verarbeitet ist. Es gibt PAK, die als krebserregend gelten, andere werden wiederum verdächtigt, Krebs auszulösen. Zu den letzteren zählen beispielsweise Napthalin und Benzoapyren, welche in einigen der Flip Flops nachgewiesen werden konnten.

Auch giftiges Quecksilber wurde in einem der Schuhverschlüsse gefunden. Quecksilber kann bereits in kleinen Dosierungen den Fortpflanzungszyklus, das Herz und das Immun- und Nervensystem schädigen.

Weichmacher, also Phtalate, wurden ebenfalls bei dem Flip Flop-Test gefunden. Diese werden verdächtigt, Schäden an den Fortpflanzungsorganen, den Nieren und der Leber hervorzurufen. Schon ab einem gering angesetzten Grenzwert sind diese Stoffe in der EU in bestimmten Bereichen verboten. Aber auch die Stoffe, die als Ersatz für die typischen Weichmacher eingesetzt werden, könnten einige Risiken für die Gesundheit bedeuten. Allerdings sind diese Stoffe und ihre Auswirkungen noch nicht hinlänglich erforscht.

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