Das Fieberthermometer von SVMUU – Schneller geht Fieber messen nicht

Ich habe das Glück, mit einem sehr kräftigen Immunsystem gesegnet zu sein, dass heißt ich werde so gut wie nie krank. Wer jedoch häufig in meiner Familie krank wird, ist u. a. meine ältere Schwester. Dazu hat sie zwei kleine Kinder, weshalb ein gutes Fieberthermometer im Haus natürlich nicht fehlen darf. Zum Testen bekam ich jetzt das Fieberthermometer von SVMUU, welches an der Stirn und im Ohr genutzt werden kann.

Über das Fieberthermometer von SVMUU – Produktversprechen:

Das Fieberthermometer kann an der Stirn, für alle Altersgruppen oder aber im Ohr, für Kinder über 3 Monaten genutzt werden. Mit Deckel kann es als Stirn-Thermometer verwendet werden, ohne Deckel als Ohr-Thermometer. Um zwischen diesen Einsatzzwecken zu wechseln, einfach die Speichertaste für 10 Sekunden gedrückt halten. Zudem kann man damit die Raumtemperatur sowie die Temperatur von Objekten wie Lebensmitteln oder Getränken messen. Ausgestattet ist es mit einem Mikrochip und einem hochempfindlichen Sensor für Genauigkeit und Zuverlässigkeit (Genauigkeit +/- 0,2° C (+/- 0,4° F)). Dabei erfolgt die Messung innerhalb von einer Sekunde. Angezeigt wird die Temperatur auf einem LCD-Display und wählen kann man zwischen der Angabe in °C oder °F. Durch einen eingebauten Speicher, kann man die letzten 20 Ergebnisse wiederaufrufen und so den Temperaturverlauf nachvollziehen. Nutzt man das Gerät nicht, schaltet es sich nach 30 Sekunden automatisch aus. Ferner ist ein Fieberalarm integriert: So ändert sich die Displayfarbe von grün auf rot und das Thermometer piept, wenn die Temperatur über 38 Grad beträgt.
Kaufen kann man es bei Amazon zum Preis von 19,99 € und ab einem Bestellwert von 29,- € und Versand durch Amazon, wird es gratis versendet. Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Thermometer, 2 AAA-Batterien, eine Wildleder-Aufbeahrungstasche sowie eine Anleitung. Sollte man doch nicht zufrieden sein, kann man auf die 24-monatige Geld-zurück-Garantie zurückgreifen.

Der Produkttest:

Was ist bei den unterschiedlichen Arten des Messens zu beachten:

Vor dem eigentlichen Testbericht und besonders vor den Ergebnissen zur Messgenauigkeit muss ich zwei Dinge erwähnen. Zum einen gibt es bei jeglichen Messgeräten einen Unterschied zwischen ihrer Zuverlässigkeit und ihrer Gültigkeit. Die Zuverlässigkeit, besagt wie zuverlässig es misst;  dass heißt in unserem Fall ob das Thermometer immer gleich misst oder z. B. bei 10 Messungen hintereinander 10 unterschiedliche Temperaturen anzeigt. Und die Gültigkeit fragt danach, ob das Gerät generell richtig misst, und nicht zum Beispiel immer 1 °C mehr oder weniger als die eigentliche Temperatur ist. Letzteres kann ich in diesem Test natürlich nicht auswerten, nicht einmal mit einem anderen Thermometer zum Vergleich, weil ich auch da nicht weiß, ob es falsch oder richtig misst.

Zum anderen möchte ich erwähnen, dass laut der Apothekenumschau unterschiedliche Arten des Messens von Fieber, unterschiedlich in der Messgenauigkeit ausfallen. So konnte eine Studie des Peter Lougheed Center in Calgary nachweisen, dass die rektale Messung die Genaueste ist; was jedoch eher die Methode für Kinder ist. Die Messung im Ohr ist eine gute Alternative, wenn Kinder die rektale Messung als unangenehm empfinden. Am ungenausten ist, laut Apothekenumschau, die Messung an der Stirn:

Dabei kann es allerdings auch zu Fehlmessungen kommen.

Zum Design:

Das Design gefällt mir überaus gut, es ist ansprechend gestaltet und dazu liegt es gut in der Hand. Es ist nicht klobig und angenehm leicht, trotz der Batterien darin. Zudem wirkt es stabil und gut verarbeitet.

Zu der Nutzung:

Bevor ich die Messung starte, soll ich das Gerät einschalten und ungefähr 15 Minuten stehen lassen. Dies habe ich nicht wirklich verstanden. War damit gemeint es sollte 15 Minuten an bleiben und dann kann ich messen; was nicht geht, da es sich nach 30 Sekunden automatisch ausschaltet, so müsste ich es immer wieder einschalten. Oder sollte ich es einschalten und dann 15 Minuten warten, bis ich mit der Messung beginne.

Ich tat letzteres und begann mit den Testmessungen. Ausprobiert habe ich beide Arten des Messens, im Ohr und an der Stirn. Dabei ist die Messung in beiden Fällen mehr als unkompliziert und vor allem schnell. An der Stirn setze ich das Gerät an und drücke auf den „Start“ Button. Es dauert eine Sekunde und das Gerät piept, das Signal das die Messung abgeschlossen ist. Ähnlich läuft es beim Messen im Ohr. Man nimmt die Abdeckung an, was einfach und schnell geht und steckt sich das Thermometer mit dem Aufsatz in das Ohr. Auch hier geht die Messung schnell, mit nur einer Sekunde der Messung. Allerdings ist das Piepen mir hier viel zu laut. Hier wäre es schön, man könnte die Lautstärke verstellen. Die Temperatur ist bei beiden Messungen stets gut auf dem großen und beleuchteten Display ablesbar und auch die Speicherfunktion klappt problemlos sowie das Einsehen der vorherigen 20 Messungen. Die Nutzung ist somit absolut intuitiv. 

Zu den Messergebnissen:

 An der Stirn zeigt sich tatsächlich eine große Varianz (Streuung der Werte). So lagen die Werte bei 10 Testmessungen in Folge stets zwischen 0,0 und 0,4 °C, von 36,0 °C bis 36,4 °C. Dabei versuchte ich stets an der gleichen Stelle zu messen (mittig auf der Stirn). Habe ich zum Beispiel eher Richtung Schläfe gemessen war die Temperatur bei 36,7 °C. Also sollte man stets versuchen den gleichen Punkt beim Messen zu treffen, um den Temperaturverlauf bei einer Fiebererkrankung auch richtig nachvollziehen zu können. 

Die Messung im Ohr ist dafür überraschend genau. Bei vier Messungen in Folge war die Temperatur stets dieselbe, 36,5 °C. Somit liegt keine Streuung der Werte vor. Ob die Messung damit wirklich richtig ist, weiß ich natürlich nicht, aber dafür kann ich sagen, dass die Werte nicht variieren und die Methode zuverlässig misst.

Nimmt man nun die Werte aus der Stirn- und der Ohrmessung zusammen zeigt sich dass die Werte eine Streuung von 0,0 bis 0,5 °C aufweisen, von 36 °C bis 36,4 °C, was ich noch vertretbar finde. 

Das Fazit:

Ich kann das Thermometer nur empfehlen, da ich die Handhabung klasse finde, die Schnelligkeit, die intuitive Nutzung, die Speicherfunktion und somit Nachvollziehbarkeit des Temperatur- und Krankheitsverlaufs und besonders den Preis von 19,99 €; auch wenn die Werte streuen, allerdings noch weit unter 1 °C und nur wenn man an der Stirn misst, die Ohrmessung ergab immer den gleichen Wert.

 Vielen Dank an das Team von SVMUU, für diesen „messenden“ Test.
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Bildrechte: Mirellas Testparadies

Liebevolle Werbung: Dieser Artikel ist durch eine Kooperation entstanden, dies beeinflusst jedoch weder meine Meinung, noch meine Erfahrung mit dem vorgestellten Produkt.

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