Hoffnung auf ein eigenes Kind mit der Eizellenspende

Hoffnung auf ein eigenes Kind mit der Eizellenspende

Trotz sehnsüchtigem Kinderwunsch will sich bei einigen Paaren einfach keine Schwangerschaft einstellen. Damit diese Paare dennoch nicht auf ein eigenes Kind verzichten müssen, bietet die Eizellenspende die Möglichkeit, auf die Eizelle einer Spenderin zurückzugreifen und diese in die Gebärmutter der Empfängerin einzupflanzen. Das allerdings bisher nur im europäischen Ausland. Wie die Eizellenspende funktioniert und welche Chancen dadurch auf ein eigenes Kind entstehen, erfahren Sie im Folgenden.

Eizellenspende – Was ist das?

Die Eizellenspende, die unter anderem 1988 in Spanien per Gesetz genehmigt wurde, erhöht die Chance auf ein Baby für kinderlose Paare erheblich. Bei der Eizellenspende werden dabei die Eizellen der Spenderin mit den Samenzellen des Empfängerpaares vereint, um ein Embryo zu erzeugen. Dabei handelt es sich um eine in vitro Befruchtung, d.h. eine künstliche Befruchtung im Reagenzglas, die erst nach 4 bis 5 Tagen in die Gebärmutter der Empfängerin eingepflanzt wird. Die Eizellenspende ermöglicht daher all jenen Frauen schwanger zu werden, die auf natürlichem Wege sonst keine Kinder bekommen könnten.

Für wen ist die Eizellenspende geeignet?

Frauen in fortgeschrittenem Alter, die sich bereits in der Menopause befinden und deren Eierstöcke daher ihre Produktion eingestellt haben, können die Eizellenspende nutzen. Aber auch an jene Frauen, die unter einem Eierstockversagen leiden oder deren Eizellen nur ungenügend Qualität aufweisen, richtet sich die Eizellenspende.

Wer darf Eizellen spenden?

Eizellen spenden dürfen Frauen im Alter von 18 bis 35 Jahre, die funktionsfähige Eierstöcke besitzen. Eine jede Frau, die sich dabei entschließt, ihre Eizellen zu spenden, wird in der Regel zuvor gynäkologisch als auch psychologisch untersucht. Die Eizellenspende erfolgt dabei anonym. Allerdings nimmt der Arzt eine Analyse zur Bestimmung von bestimmten Merkmalen zwischen der Spenderin und der Empfängerin vor. Neben der genetischen Kompatibilität spielt auch die Blutgruppe sowie physische und ethnische Merkmale bei der Auswahl eine Rolle.

Wie funktioniert die Einpflanzung der Eizelle

Die Empfängerin der in vitro erzeugten Embryonen muss sich vor der Einpflanzung einer gynäkologischen Behandlung unterziehen. Im Rahmen dieser Untersuchung wird die Gebärmutter auf die Einpflanzung der Eizelle vorbereitet. Dazu müssen auch bestimmte Medikamente eingenommen werden, um das Wachstum der Gebärmutterschleimhaut zu fördern und um sicherzustellen, dass keine Eierstockaktivität vorhanden ist.   

Die Samenzelle kann hingegen am selben Tag wie die Eizelle gewonnen werden oder aber bereits vor der Eizellenspende kryokonserviert und im Labor später aufbereitet werden. Zur Entnahme der Samenzelle sollte der Mann einige Tage zuvor sexuell enthaltsam gelebt haben.

Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft mit der Eizellspende

Durch das Embryonenschutzgesetz ist es Frauenärzten in Deutschland bislang verboten die Eizellenspenden, bzw. vorbereitende Maßnahmen dafür durchzuführen. Paare, die daher eine Eizellenspende in Anspruch nehmen wollen, müssen diese im europäischen Ausland oder anderswo durchführen lassen. IVIRMA Global unterhält zu diesem Zweck über 70 Kliniken in 13 Ländern und bescheinigt für 90 Prozent aller Patientinnen, die eine Reproduktionsbehandlung haben durchführen lassen, eine eintretende Schwangerschaft.

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