Das Odys Vario PRO 12 im Alltagstest – Preishammer mit vertretbaren Schwächen

Heute folgt mein nächster Bericht zum Odys Vario PRO 12, welchen ich über paart testen darf. Nach gut 2 Wochen im Alltagstest kann ich euch nun berichten, ob ich es empfehlen würde und welche Vor- sowie Nachteile es aufweist. Hier findet ihr meinen ersten Bericht zum Convertible, in dem ihr ein Unboxing-Video findet, die Vorstellung des Odys Vario PRO 12 mit seinen Eckdaten sowie meinen ersten Eindruck dazu.

Mein Produkttest:

Convertible ja oder nein:

Das Convertible, als Mischung bzw. Hybrid aus Tablet und Notebook bietet schier unendliche Möglichkeiten in der Bedienung. Ich gebe zu, ich wusste zunächst nicht, ob dies etwas für mich sein würde, da ich dachte es wären zu viele Möglichkeiten für mich. Aber mittlerweile will ich es nicht mehr missen. Es ist absolut flexibel und macht einfach immer eine gute Figur, durch die vier verschiedenen Modi: Tablet, Laptop, Zelt und Stand Modus sowie die verschiedenen Arten es zu bedienen, mit dem Active Pen auf dem Touch Display à la Tablet, mit der Tastatur und dem Touchpad à la Laptop oder doch mit extern angeschlossener Maus. Ich kann die Frage „Convertible ja oder nein?“, daher auf jeden Fall mit einem „Ja.“ beantworten.

Zum Gewicht:

Zum Gewicht hatte ich auch schon im ersten Bericht etwas gesagt. Natürlich ist es schwerer als ein Tablet, aber dafür hat man den Luxus einer eingebauten Tastatur und leichter als ein Laptop ist es allemal. Und ein Notebook mit Touch Display ist auf jeden Fall überaus praktisch.

Das Display:

Das Display macht alles hervorragend mit, hat einen schönen Kontrast und gibt die Farben originalgetreu wieder. Die Größe finde ich auch in Ordnung, nicht zu klein, aber auch nicht zu groß, sodass das Notebook kompakt bleibt. Allerdings hat der Display oben und unten einen recht dicken Rahmen, der etwas schmaler sein könnte. Was mich jedoch mehr störte, war der Punkt, dass der Display Fingerabdrücke anzieht, besonders wenn das Notebook aus ist, sieht man diese stark. Und immerhin fasst man den Display bei einem 360° flexiblen Gerät häufig an. Ansonsten sei noch gesagt, dass das Display stark spiegelt und für die Arbeit im freien etwas zu dunkel ist.

Die Einrichtung des Notebooks:

Ich hatte mir extra viel Zeit genommen, da ich nicht wusste wie lange es Dauern würde, doch wie sich zeigte, brauchte ich nicht einmal 10 Minuten und schon konnte ich mit dem Notebook loslegen. Ich wählte meine Sprache aus, habe es mit dem WLAN verbunden, erklärte mich mit einigen rechtlichen Vorgaben einverstanden, richtete ein Microsoft-Konto ein, wurde kurz „Cortana“ vorgestellt,was jeder der Windows 10 hat kennen dürfte, und schon richtete es sich selbst innerhalb von nicht einmal fünf Minuten ein.

Das Handling, die Tastatur und das Touchpad:

Schon bei der ersten Nutzung probierte ich eine ganze Menge aus, im Internet surfen, Musik hören, neue Apps herunterladen etc. Das Notebook arbeitete dabei stets flüssig, ohne zu ruckeln oder sich aufzuhängen. Gewöhnen musste ich mich zu Beginn jedoch an die „neue“ Tastatur und das Touchpad. Zum einen aufgrund des Druckpunktes und zum anderen Aufgrund des etwas anderen Aufbaus der Tastatur. Die Umgewöhnungsphase kennt allerdings wohl jeder, der lange Zeit ein und den selben Laptop benutzt hat und plötzlich wechselt. Nach gut zwei Wochen schreibe ich auf der Tastatur des Vario PRO 12 genauso schnell und flüssig, wie auf der meines Laptops. Ich brauchte jedoch lange, um mich an die Pfeiltasten „hoch“ und „runter“ zu gewöhnen, da diese wirklich klein sind, teilen sie sich doch den Platz, denn sonst eine Taste bekommt. Zudem ist der Ton der Tasten lauter als bei meinem Laptop. Wie schon im ersten Bericht erwähnt, ist die Tastatur ebenso kompakt wie das Notebook selbst, weshalb einige Tasten doppelt belegt wurden; aber auch daran habe ich mich gewöhnt. An sich bewerte ich die Tastatur und das Touchpad daher als gut.
Auch an das Touchpad habe ich mich gewöhnt, was mir zu Beginn zu schnell und ruckartig reagierte. Dafür ist es schön groß und der Druckpunkt ist optimal gewählt.

Zum Sound und der Lautstärke beim Arbeiten:

Der Sound ist zwar nicht weltklasse, aber für diesen Preis wirklich gut. Nur wenn ich den Ton sehr laut mache oder Lieder mit viel Bass hören möchte, ist der minderwertige Sound spürbar, da er blechern wird und der Bass so gut wie nicht zu hören ist und ich greife doch lieber zu externen Boxen, was jedoch durch die Ausstattung mit Bluetooth schnell erledigt ist.
Nur wenn ich wirklich viele Programme parallel laufen lasse, höre ich ein leises und nicht unangenehmes surren, was mich jedoch wenig stört, da ich eigentlich immer Musik beim Nutzen des Notebooks höre. Ansonsten ist das Laufwerk nicht zu hören und dafür hat das Notebook keinen Lüfter, wodurch diese Geräusch“belästigung“ ausfällt.

Die Performance:

Innerhalb der zweiwöchigen Testpahse probierte ich natürlich noch viele weitere Dinge aus und da zeigte sich leider der RAM von nur 2 GB. Für kleinere Dinge bzw. die Nutzung von wenigen Programmen ist das Notebook super ausgelegt. Nutze ich jedoch zu viele Programme gleichzeitig oder rechenintensive Programme ruckelt er manchmal oder ich muss recht lange auf die Umsetzung eines Befehls warten.

Die Akkuleistung:

Bei der Akkuleistung kann ich nur gutes berichten. Der Akku ist überaus ausdauern und hält selbst wenn ich Musik im Hintergrund laufen lasse und die Bildschirmhelligkeit auf der hellsten Stufe habe einen ganzen Tag lang. Vom Hersteller werden 8 Stunden angegeben, bei mir waren es um die 6 Stunden. Zudem scheinen mir auch die Angaben in der Taskleiste bezüglich der Prozent- und Zeitform als realistisch. Zum vollständigen Laden braucht das Gerät übrigens ca.5 Stunden.

Zu der Webcam:

Die 2 Megapixel Kamera auf der Frontseite bietet keine Höchstleistungen, was mich nicht stört, da ich nie auf meine Kamera am Notebook zugreife. Wer auf diese Funktion, zum Beispiel für Videotelefonie, wert legt, wird hier enttäuscht werden. Dafür ist die Auflösung der Videos bzw. Bilder einfach nicht gut genug.

Die Nutzung des Active Pens bzw. Windows Ink:

Auch der Active Pen hat mich positiv überrascht, denn ich dachte nicht, dass ich ihn so häufig nutzen würde. Mittlerweile ist er ein treuer Begleiter und kommt dauerhaft zum Einsatz. Er erleichtert und beschleunigt mein Arbeiten; auch wenn ich ihn am liebsten im Tablet Modus nutze, da das Display bei der Berührung durch den Stift besonders im Laptop oder Stand Mode stark wackelt. Dafür eröffnet der Active Pen ganz neue Möglichkeiten, auf die ich im folgenden noch eingehen werde.
Der Active Pen hat ein angenehmes Gewicht, liegt sehr gut in der Hand und das auch, während ich auf der Tastatur schreibe. Er ist gut verarbeitet und wird über Batterien angetrieben und verfügt somit nicht über einen aufladbaren Akku. Zur Nutzung braucht man eine Batterie des Modells AAAA. Zum Aktivieren oder Deaktivieren des Active Pens muss man auf ein Icon auf dem Desktop des Notebooks klicken. Der Stift verfügt somit nicht über einen Powerknopf, dafür jedoch über zwei weitere Knöpfe; mit dem oberen kann man etwas auswählen und mit dem unteren etwas löschen. Das Notebook reagiert schnell auf die Berührungen des Active Pens sowie auf das Drücken der Knöpfe. Und selbst zeichnen und schreiben kann ich damit.

Zeichnen und Schreiben mit dem Active Pen:

Unten rechts in der Taskleiste wird das Windows Ink Symbol angezeigt. Klickt man dieses an, werden drei vorinstallierte Stift-Programme angezeigt. Zudem hat man die Möglichkeit weitere Apps aus dem Store von Windows runterzuladen, die die Stiftbedienung unterstützen und die letzten mit dem Stift genutzten Programme werden angezeigt. Ich kann mir zum Beispiel Erinnerungen im Bereich Kurznotizen schreiben oder über den Skizzenblock malen und zeichnen. Besonders praktisch finde ich OneNote, welches in verschiedenen Office-Anwendungen beinhaltet ist. Damit kann ich immer und überall bzw. auf jedem Dokument Notizen und Zeichnungen machen. So kann ich zum Beispiel Dinge unterstreichen oder umkreisen die Wichtig sind, mir Notizen in Power-Point-Präsentation der Uni machen, Dokumente direkt unterschreiben, auf Webseiten schreiben oder auf Wegbeschreibungen auf der Karten App herumkritzeln.

Sehr praktisch finde ich auch die Lineal-Funktion, die sich zudem sehr intuitiv anfühlt. Habe ich diese aktiviert, kann ich das Lineal mit einer Hand verschieben und wie ein echtes festhalten und mit der anderen Hand eine schöne Gerade ziehen. Einziges Manko beim Schreiben bzw. Zeichnen ist, dass das Display teilweise von meiner aufliegenden Hand gestört wird und dadurch kleine, ungewollte Markierungen entstehen.

Zu Cortana:

Mit Cortana habe ich meine eigene Assistentin. Sie begleitet mich beim Arbeiten oder Surfen mit dem Notebook und ich kann sie über Spracheingaben steuern bzw. auf sie zugreifen. Aber auch wenn ich nach einem Dokument, Programm oder ähnlichem Suche greife ich auf ihre Hilfe zurück, gerne auch nur per Texteingabe. Zudem kann sie zum Beispiel Termine für mich in den Kalender eintragen oder meinen Wecker stellen. Ich nutze diese Funktion jedoch nicht so oft, da auch dies Akku verbraucht und sie mich nicht immer so gut versteht.

Mein Fazit:

Nicht umsonst wird man beim Kauf eines Netbooks gefragt, was man für Erwartungen hat, denn jedes Gerät hat seine Vorzüge und Schwächen und man muss selbst abwägen welche Stärken das Gerät haben muss und wo es sich eine geringere Leistung erlauben kann. Wem Flexibilität in der Nutzung (durch die verschiedenen Modi, den Active Pen und das Touch Display), eine kompakte Größe, ein schickes Design, eine herausragende Akkuleistung und nette Features wie Windows Ink wichtig sind, wird mit dem Odys Vario PRO 12 ins schwarze Treffen. Allerdings sollte man auch die Schwächen beachten, die aufgrund des absoluten Preishammers von unter 300,- € natürlich vorhanden sind. So ist der Sound zwar für Filme ausreichend, für wahren Musikgenuss jedoch einfach zu blechern und der Bass ist nicht wirklich spürbar. Auch die Frontkamera ist nicht gerade die Beste. Zudem sind der interne Speicher und der Arbeitsspeicher mit 2 GB sehr gering, weshalb nicht zu viele Programme gleichzeitig genutzt werden können oder gar rechenintensive Programme. Alles in allem finde ich das Convertible jedoch mehr als gelungen,besonders in Anbetracht des günstigen Preises. Ich empfehle es daher sehr gerne weiter.

Vielen Dank an das Team von paart und Odys, für diesen „flexiblen“ Test.

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Bildrechte: Mirellas Testparadies

Liebevolle Werbung: Dieser Artikel ist durch eine Kooperation entstanden, dies beeinflusst jedoch weder meine Meinung, noch meine Erfahrung mit dem vorgestellten Produkt!

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